11 Gründe warum die Selbstständigkeit nichts für dich ist

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1. Du musst strukturiert sein und einen Plan haben

Ich habe es selber erlebt. Nachdem man aus dem geregelten Aublauf der Schule raus ist, verliert man seine Struktur. Prokrastination ist hier das größte Stichwort.

Ich wollte an einem Tag ein Video zu Rechtsformen gucken und an dem Tag eine Entscheidung treffen, welche am sinnvolltesten ist. Einige Minuten später hatte ich 10 verschiedene Videos gleichzetig auf.

In dem einem ging es um Buchhaltung, bei dem anderen um den Beruf des Steuerberaters, dann eine Dokumentation über Steueroptimierung. Es wurden einfach immer mehr Videos zum Thema Steuern.

Es hörte einfach nicht auf, immer interessantere Sachen tauchten auf und bevor ich mich versah, waren 5 Stunden weg und ich hatte mein eigentliches Ziel nicht einmal ansatzweise erreicht.

2. Es ist eine Menge Arbeit

Am Anfang ist man das Mädchen für alles. Man füllt alle Rollen in einen Unternehm.

Heute bist du CEO, Sales Manager und Marketing Manager. Morgen bist du Designer und Content Creator. Dann hast du das Webdesign vergessen und musst ja auch noch alle Zahlen im Auge behalten.

Wenn du dich vollberuflich Selbstständig machen willst dann werden 70 Stunden Wochen definiv die Norm und 40 Stunden Woche die Ausnahme sein.

Deswegen sind viele Unternehmer gerade am Anfang überfordert. Aber um erfolgreich zu werden musst du das in Kauf nehmen und durchhalten.

3. Du musst deine Rente absichern

Für viele (mich eingeschlossen) kann dies ein Vorteil sein. Ich habe die Möglichkeit nicht in die staatliche Rentenversicherung einzuzahlen.

Ich kann mir selber überlegen wie ich das Geld, in meinen Augen, am profitabelsten anlegen kann. Das kann bedeuten, dass ich den Rentenbeitrag spare und nutze um meinen langfristigen Cashflow aufzubauen.

Im Negativbeispiel führt dies allerdings dazu, dass ich mich aktiv damit auseinander setzen muss. Außerdem besteht ein gewisses Risiko, dass meine Investition ins Wasser fällt. Das kann bei der normalen Rentenversicherung genau so passieren, daher gilt in beiden Fällen: Informiere dich und fang früh genug mit der Vorsoge an.

4. Versicherungen sind generell teurer.

Damit du für alle Fälle richtig abgesichert bist, musst du für dich und deine Angestellten einige Versicherungen abschließen.

Dazu zählen folgende:

Betriebs- und Berufshaftpflichtversicherung – diese ist notwendig, um für Schaden aufzukommen, die du, ein Mitarbeiter oder sogar ein Kunde in deinem Büro/auf deinem Gelände verursacht

  • Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung
  • Betriebs­unterbrechungs­versicherung
  • Geschäfts­versicherung
  • Firmen­rechts­schutz­versicherung

Auf alle Versicherungen will ich hier nicht eingehen, denn das würde den Rahmen sprengen. Dazu kannst du in einem seperaten Beitrag mehr Informationen finden.

5. Du musst lange alleine arbeiten können

Wenn du eine sehr soziale Person bist, die unbedingt jeden Tag seine Freunde treffen muss, ist es nicht die beste Idee Unternehmer zu werden.

Damit du dich wirklich wachsen kannst und dein Unternehmen ins rollen bekommst, wirst du viel alleine in deinem Büro hocken. Es ist keine Zeit für übermäßige Parties und viel Freizeit.

Du darfst dir natürlich auch mal etwas gönnen, das solltest du aber erst machen, wenn du alle Aufgaben des Tages erledigt hast.

Solange du noch keine signifikaten Umsätze machst, wirst du es dir nicht leisten können, deine Arbeit an jemand anders abgeben zu können.

Outsourcing ist enorm wichtig, um später auch skalieren zu können, dafür musst du aber erst mal einen eigenen Prozess entwickeln. Wenn er funktioniert, kannst du ihn an andere weitergeben.

6. Du musst sehr belastbar sein

In 99% der Fälle, wird dein Weg nicht nur nach oben gehen. Jedes Unternehmen hat eine Phase in der es nicht so gut läuft.

Du musst diese Situationen nicht nur verkraften, sondern diese auch fest einplanen. Das bedeutet, dass du auch mal die Perspektive wechseln musst.

In einigen Fällen ist es natürlich schwer objektiv zu bleiben. Genau deswegen ist hier die richtige Planung wichtig. Wenn du weder planen kannst/willst, noch bereit bist in schwierigen Zeiten am Ball zu bleiben, solltest du einen anderen Weg wählen.

7. Du wirst für einen Hungerlohn arbeiten

Erinnerst du dich noch an die 70 Stunden Woche die ich eingangs erwähnt hatte? Das tolle ist, dass du mehr als jeder Angestelle arbeitest höhere Kosten hast und dennoch weniger verdienst.

Das bedeutet das du im schlimmsten Fall sogar noch einen Nebenjob annehmen musst um über die Runden zu kommen und deine Fixkosten zu decken.

Es ist aber eine Investition in die Zukunft. Denn du baust an einem langfristigen Projekt. Dieses wirft im Idealfall irgendwann „passives Einkommen“ ab, für das du eben am Anfang viel gearbeitet hast. Wenn du nicht bereit bist eine enore Menge Zeit und Geld in deine Maschine (dein Unternehmen) zu stecken, such dir einen anderen Beruf.

8. Hohe Investitionskosten verlangen Risikobereitschaft.

Wenn du ein Geschäftsmodell wählst, was viel Geld kostet, musst du bereit sein das Geld zu verlieren. Das klingt hart, ist aber die Wahrheit.

Dank des Internets gibt es aber mittlerweile viele Möglichkeiten sein Geld zu verdienen, ohne dafür Eigenkapital aufwenden zu müssen.

Quasi jede Dienstleistung die man Online anbietet ist hier möglich. Wenn du wirklich gar kein Geld hast, kannst du mit minimalem Budget und viel Arbeitszeit trotzdem starten. Die Kosten für eine Gewerbeanmeldung liegen unter 50€.

9. Steuern werden komplizierter

Je nachdem welche Rechtsform du wählst kann sich der Verwaltungsaufwand deutlich erhöhen. Es gibt zahlreiche Fettnäpfchen, die man vermeiden sollte, sonst kann es unter Umstäden richtig teuer werden.

Die Rechnungen, die du stellst müssen rechtlich konform sein. Die Datenschutzerklärung muss fehlerfrei sein und viele weitere rechtliche Fallen können einem Unternehmer hier das Genick brechen.

Deswegen solltest du hier definitiv rechtliche Beratung konsultieren. Damit du mit deinem Privatvermögen nicht haftbar bist benötigst du dann z.B eine UG oder GmbH.

Diese sichern dich dann zwar ab, Kosten aber mehr Geld und sind mit deutlichem Mehraufwand verbunden.

10. Du hast kein geregeltes Einkommen

Kein Monat wird gleich sein, daher ist dein Einkommen auch jeden Monat unterschiedlich. Damit du hier nicht in die Bredouille gerätst, solltest du Rücklagen bilden. Diese sollten ca. 6 Monate lang deine Fixkosten decken können.

Eine Möglichkeit ist es, das Einkommen des letzten Jahres durch zwölf zu teilen und diesen Wert als groben Anhaltspunkt zu nehmen. Von diesem Betrag solltest du dann bereits deine monatlichen Fixkosten und Investitionen abziehen.

Auch hier kann es natürlich zu Fluktuationen kommen, deswegen hast du ja auch hoffentlich Rücklagen gebildet. Sollte das nicht der Fall sein, musst du deinen Lebensstandard eben weiter runterschrauben.

Der Lebensstandard kann generell eine große Gefahr sein. Viele gewöhnen sich zu schnell an einen höheren Lebensstandard und wollen dann nicht mehr zurück. Hier musst du bereit sein das Ganze anders zu machen und „unter deinen Verhältnissen zu leben“.

11. Jeder wird dich kritisieren

Wenn du nicht kritikfähig bist, kannst du dir die Selbstständigkeit gleich abschminken. Jeder weiß es besser. Familie und Freunde raten dir einen „sicheren Beruf“ zu wählen oder doch erst einmal zu studieren.

Doch das meiste davon sollte an dir abprallen. Das Schwierige ist es, die wirklich konstruktive Kritik herzufiltern.

Es gibt nämlich auch Kritik die du dir zu Herzen nehmen solltest. Im Internet gibt es immer viele Leute die meinen andere beleidigen zu müssen. In den meisten Fällen sind diese zu ignorieren.

In geringen Ausnahmefällen habe sie aber Substanz, z.B decken sie wirkliche Schwachpunkte von dir auf.

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