Richtig lernen mit der Feynman-Methode | Mehrwert aus Content bekommen

Wie lerne ich richtig?

Zu dem Thema gibt es verschiedene Meinungen. Ich stelle hier eine Methode vor, die leicht umzusetzen und sehr effektiv ist.

Das schöne an der Feynman-Mehtode ist, dass sie sich auf alle Bereich anwenden lässt.
So kannst du z.B für Klausuren in der Schule oder im Studium lernen, sowie auf YouTube Videos und Podcasts.

Generell kannst du damit wichtige Inhalte leicht verständlich verinnerlichen.
Diese Fähigkeit wird dir in allen Lebenslagen helfen.

Wieso ist die Feynman-Methode so effektiv?

Um einen historischen Kontext zu geben: Richard Feynman hatte sich damals in einem Studiengang eingeschrieben, für den es noch keine Literatur gab. Er musste sich also etwas überlegen. Seine Methode ist also praxiserprobt.

Außerdem versteht man etwas nur wirklich gut, wenn man in der Lage ist, es wiederzugeben.

Die Feynman-Methode einfach erklärt

Schritt 1: Erkläre es einer anderen Person in möglichst einfachen Worten

Wieso sollte ich im ersten Schritt direkt anfangen zu erklären? Wenn du es nicht schaffst einen Vorgang zu erklären, wirst du auch kein gute Noten schreiben. Du musst nämlich deinem Lehrer dein gutes Verständnis auch zeigen können. Die Schule ist bei der Sache natürlich nur ein Beispiel.

Albert Einstein sagte schon: „Wenn du es nicht einfach genug erklären kannst, hast du es nicht gut genug verstanden“

Wenn du also einfach anfängst zu erklären, auch wenn du noch gar keine Notizen hast und auch kein Vorwissen, gerätst du sofort in Erklärungsnot.

Not macht ja bekanntlich erfinderisch. Hier gilt das auch, denn wenn du etwas nicht erklären kannst, bzw dir die Fachbegriffe fehlen, wirst du dir überlegen müssen wie du den Sachverhalt anders darstellen kannst. Dabei befasst du dich ausgiebig mit der Materie und betrachtest den Vorgang aus verschiedenen Perspektiven.

Wenn du keine andere Person hast, kannst du dir auch eine Person vorstellen oder ein Blatt Papier nehmen und ganze Sätze (inklusive Fachbegriffe) aufschreiben.

Schritt 2: Finde die Wissenslücken

Wenn du einer anderen Person etwas erklärst und dann in Erklärungsnot gerätst, identifizierst du sofort deine Wissenlücken. Diese solltest du dann notieren. Wenn du das ganze sowieso schriftlich machst, empfehle ich dir eine seperates Notizblatt zur Hand zu nehmen und die Wissenlücken dort niderzuschreiben.

Schritt 3: Fülle die Wissenslücken

Du hast jetzt einen weiteren Zettel bzw. eine Liste mit allen fehlenden Informationen. Such dir deine favorisierte Wissenquelle (meine sind YouTube Videos) und nutze diese um die Wissenslücken zu schließen.

Der Vorteil bei einem Erklärvideo ist, dass du hier auch auditiv lernst. Je nach Video, natürlich auch visuell, denn Informationsgrafiken und Bilder helfen dir sich Sachen langfristig einzuprägen.

Sonst kannst du natürlich auch die passende Literatur bemühen und dir die nötigen Informationen dort holen.

Schritt 4: Vereinfache und wiederhole Schritt 1

Im letzten Schritt musst du dein Geschriebenes oder Gesprochenes nun vereinfachen.
Dafür gehst du einfach nocheinmal alles durch, und ersetzt Fachbegriffe durch simplere Umschreibungen.

Stell dir vor du musst diesen Sachverhalt einem 5 jährigen erklären und er muss es auch verstehen. Wenn du das schaffst, hast du es 100%ig verstanden.

Wenn du dein Wissen wirklich vertiefen willst, kannst du jetzt wieder zu Schritt 1 springen und den ganzen Prozess noch einmal durchlaufen. Damit wirst du in jedem Durchgang noch besser erklären können.

Wie kann ich das üben?

Schonmal was von dem Internet gehört? Spaß bei Seite, ich denke es ist jedem klar, dass das Internet unsere Art der Wissensaufnahme komplett revolutioniert hat.

Es gibt zu fast jedem Thema ein Video oder einen Beitrag. Wenn du dich für Persönlichkeitsentwicklung interessierst, abonniere ein paar YouTube Kanäle.
Mache dir zu jedem Video Notizen und überlege dir folgendes:

  1. Welche eine Sache kann ich aus diesem Video mitnehmen und sofort umsetzen?
  2. Wie kann ich aus dieser einen Sache eine Gewohnheit machen?

Damit du auch wirklick umsetzt und nicht immer weiter konsumierst, solltest du nicht zu viel Input nacheinander bekommen.

Außerdem solltest du sicherstellen, dass deine Notizen leicht überfliegbar sind, denn du solltest sie nicht nur einmalig aufschreiben und dann nie wieder angucken.

Schreibe einen Kommentar