Was ist WordPress? Ist das CMS für mich geeignet?

Allgemeines

WordPress ist eine OpenSource Content-Management-System (kurz CMS), welches erstmals am 27. Mai 2003 veröffentlicht wurde.

Ein CMS ist eine Möglichkeit um Websiteninhalte zu verwalten ohne Programmierkentnisse zu haben. WordPress Themes sind Designvorlagen, welche sich vom Benutzer anpassen lassen. Da die meisten WordPress Templates allerdings ihre Grenzen haben, benötigt man oft Plugins. Diese WordPress Plugins erweitern die Standardfunktionalität. Dies können Kleinigkeiten sein, wie z.B Widgets oder Tabellen oder riesige Erweiterungen wie etwa WooCommerce, welche aus der ursprünglichen Blogger-Software ein vollständiges Shopsystem machen.

WordPress erfreut sich einer gigantischen Beliebtheit, da es neben der einfachen Benutzung auch bereits dank der zahlreichen Themes out of the box für Mobilgeräte angepasste Webseiten erstellt. Ein Blogger kann also einfach ein Theme auswählen und anfangen seine Artikel zu publizieren. Hinzu kommt ebenfalls die Möglichkeit seine Linkstruktur sehr SEO freundlich zu gestalten, dies bedeutet nichts anderes, als kurze, leicht verständliche URLs. Kein Wunder also das WordPress fast 1/3 aller Webseiten betreibt.

Ab der Version 1.0 wurde jede Version nach einen berühmtem Jazz-Musiker benannt. Die neuste Version 5.0 trägt den Namen „Bebo“ nach dem Künstler Bebo Valdes.

Unterschied WordPress.com / WordPress.org

wordpress.com-vs-wordpress.org_
wordpress.com-vs-wordpress.org_

Oft herrscht große Verwirrung zwischen den beiden. Eigentlich ist der Unterschied aber ganz simpel. WordPress.org ist das Projekt, welches WordPress kostenlos zum Download anbietet. WordPress.com ist ein Unternehmen, welches die kostenlose Software direkt für den Nutzer auf ihren Servern einrichtet, dort hostet und dafür Geld verlangt.

Ich persönlich würde von WordPress.com abraten, da es nur Limitationen bietet die man bei anderen Hosting Anbietern nicht findet. Diese nutzen nämlich die Möglichkeit WordPress kostenlos herunterzuladen aus und integrieren dies in ihr eigenes Angebot. So gibt es z.B Shared Hosting bei dem man WordPress mit einem Click installieren kann. Diese Angebote sind sehr günstig und sind für kleine Websites und Projekte volkommen ausreichend. Sogenanntes Managed WordPress Hosting, nimmt dem Nutzer die Verwaltungsarbeit ab wie es WordPress.com tut, schränkt dabei die Anpassungsmöglichkeiten aber nicht ein. Manged WordPress Hosting bietet die beste Leistung und kostet dabei ähnlich viel wie WordPress.com

Warum sollte ich ein CMS benutzen?

Dies hängt stark von dem Benutzer ab, generell ist aber zusagen, dass auch Profis auf CMS setzen. Die Basis ist nunmal bereits vorhanden und in den meisten Fällen bietet ein CMS alle Funktionen die man benötigt.

CMS Trends
CMS Trends

Warum sollte ich WordPress nicht benutzen?

Wordpress Infografik
WordPress Funktionen

Nahezu jeder Anwender wird mit WordPress zufrieden sein, hier ein paar Anwendergruppen mit Beispielen:

Blogger:
Texte können super schnell und einfach in einem Editor verfasst werden. Bilder oder Video einfügen ist dabei ebenfalls kein Problem.
Da es sich um einen WYSIWYG-Editor ( what you see is what you get) handelt, ist quasi keine Einarbeitung nötig.
Die Integration von Socialmedia ist ebenfalls super einfach. Blogposts lassen sich kinderleicht per Facebook, Twitter und co. sowohl von Lesern, als auch von Authoren teilen. Neben Socialmedia gibt es zum Gedenkenaustausch aber auch noch die Blogkommentare. Die moderne Version des Leserbriefs ermöglicht einen schnellen Austausch und motiviert Blogger neue Texte zu schreiben oder Ideen auszutauschen.

Unternehmen:
Für Unternehmen ist WordPress vorallem wegen der vielseitigen Designs und einfachen Verwaltung interessant. Dank WordPress kann eine Agentur eine professionelle und maßgeschneiderte Webseite viel günstiger anbieten. Dies liegt daran, dass SEO und Layoutanpassungen schneller umgesetzt werden können als bei nicht WordPressseiten.

Vereine und Foren:
Dank der Möglichkeit mehrere Nutzer zu erstellen und diesen individuell Rechte zuteilen zu können, macht dies die Verwaltung des Mitgliederbereichs für Admins sehr leicht. Nutzer können sich leicht registrieren und je nach Benutzerrolle News zu Ereignissen auf der Website oder in einem jeweiligen Forum posten. Dies macht es für Vereine besonders einfach eine Internetpräsenz zu haben.

Nachrichtenseiten:
Dies ist quasi die Erweiterung zu den Bloggern, denn Blogposts lassen sich wie in einem Terminplan zu einem gewissen Zeitpunkt veröffentlichen.
Neue Informationen sind per RSS-Feed leicht an die Leser zu bringen und Newsticker sind ebenfalls konfigurierbar.

Shops:
Für Shopbesitzer ist WordPress attraktiv, da sich in eine vorhandene Website per Plugin um einen kompletten Shop erweitern lässt. Dieser passt dann in das Design der restlichen Website und kann genau so einfach wie Artikel und Seiten verwaltet werden. Datenanalyse und Conversiontracking sind ein weiterer Vorteil, den ein WooCommerce Shop bietet. Shopbesitzer können also leicht die Daten erfassen und den Erfolg der Maßnahmen einer Agentur sehen.

Zusammenfassung

Die bereits angesprochene Problematik, dass WordPress für individuelle Projekte nur bedingt geeignet ist, stimmt bis zu einem gewissen Grad. Für gigantische Unternehmen wie Amazon und eBay mag das wohl stimmen.
Wenn ein Unternehmen aber nur ein Tool in der Website haben will, dann kann der Programmierer entweder die Software per Plugin in die Website integrieren oder eine Unterseite mit einem anderen System benutzen. Letzteres muss dann nur vom Design an den Rest der Website angepasst werden.

WordPress macht das Leben nicht nur Unternehmen leichter, sondern auch Agenturen die mit diesen Arbeiten. Für meine SEO Agentur ist es viel einfacher SEO Änderungen vorzunehmen. Zusätlich gibt es dutzende Plugins, womit sich WordPress umziehen lässt. Somit ist man niemals an einen Anbieter gebunden und kann unabhängig Backups seiner Website machen.

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