Schritt für Schritt Anleitung: Kundenavatar erstellen (mit Vorlage)

Viele stürzen sich direkt in das Marketing oder in die Erstellung des Produkts, ohne zu Wissen, wie die Zielgruppe genau aussieht.

Also nicht schnell schnell durch diesen Prozess durchhuschen, sondern sich wirklich Zeit nehmen.

Ich nehme dich in diesem Beitrag an die Hand und gebe dir alle wichtigen Tools und Webseiten, die du brauchst, um deinen Kundenavatar zu erstellen.

Warum sollte ich einen Kundenavatar erstellen?

„Eine Nachricht für jeden ist eine Nachricht für keinen.“

Der Kunde muss sich mit der Nachricht identifizieren können.

Deswegen solltest du ihn möglichst genau kennen.

Wenn du einen genauen Kundenavatar im Kopf hast, wenn du  Texte und Werbeanzeigen schreibst, kannst du viel genauer auf Probleme und Lösungen eingehen.

Dadurch kannst du dann besseres Marketing betreiben und im Endeffekt auch mehr Geld verdienen.

Klingt gut, oder?

Also, lass uns loslegen:

Willst du sehen, wie ich diese Analyse mache, dann schau dir das YouTube Video dazu an:

Tools für die Reschersche

Damit du nicht nur blind rätst, habe ich hier eine paar Tools für dich.

Ich nutze die folgenden:

Das Facebook Insights Tool ist ein wirkliches Powerhouse.

Facebook Insight Tool

Da Facebook Daten über alles und jeden hat, kann man sehr leicht die Zielgruppe nach Interessen durchsuchen. Mehr dazu später.

Quora.com ist ein Forum, wo Leute Fragen stellen. Also wie gutefrage.net, nur mit seriösen Fragen und Antworten.

Hier kannst du sehen, welche Fragen Menschen aus der Zielgruppe stellen und somit Probleme und Wünsche identifizieren.

Wenn du noch spezifischer werden willst, kannst du auch Foren aus den Nischen nutzen, um die Sprache und Interessen weiter zu sehen. Das ist dann aber wirklich sehr tiefschürfend.

Letztlich kommt natürlich noch YouTube.

Hier kannst du nach Videos suchen, die besonders viele Aufrufe haben oder nach Kanälen, die eben deiner Interesse ähneln.

1. Fragen stellen

Damit du eine Übersicht von deinem Kunden bekommst, kommt jetzt eine Liste mit 8 Fragen.

Stell dir diese Fragen und notiere die Antworten.

Erstmal können es Stichpunkte sein, die du kreuz und quer aufschreibst.

Ich erkläre dir später wie du die Daten dann nutzen kannst.

Wer sind die Kunden?

Klingt blöd, oder?

„Leute die meine Produkte kaufen natürlich.“

Ich meine damit aber den übergreifenden Begriff.

Du brauchst ja irgendeinen Startpunkt oder Ansatz, den du verfolgen kannst, damit du auf die Reise und Suche nach deinen Kundeneigenschaften gehen kannst.

Was ich hier empfehle, ist es sich einfach mal bei der Konkurenz umzuschauen.

Such dir die größten Influencer, Magazine und Marken der Nische heraus und notiere sie.

Warum?

Das erfährst du gleich.

Wie ist die Demografie der Kunden?

Zu der Demografie zählen z.B.:

  • Alter
  • Geschlecht
  • Familienstand
  • Einkommen
  • Wohnort

Bevor du später möglichst genau Werte hast, kannst du jetzt schonmal ein bisschen überlegen.

Sollte dir hier nicht allzu viel einfallen…

… nicht schlimm, Facebook und co. haben hier genug Daten die du später nutzen kannst.

Wenn du sehen willst, wie genau du das Facebook Insights Tool dafür benutzen kannst, schau dir das oben erwähnte YouTube Video an.

Was machen sie für Entertainment / Spaß?

Hier geht es einfach um simple Interessen.

Guckt dein Kunde z.B. abends immer Netflix, macht er gerne Sport…

Es muss auch hier wieder nicht super genau sein.

Es geht einfach darum den Kunden grob in gewisse Kategorien einzuteilen.

Hast du die vorherigen Fragen beantwortet, kannst du jetzt die Liste mit Influencer, Magazinen und Marken einfach mal in dem Facebook Insights Tool eintragen und gucken, was da so rauskommt.

Hier kannst du z.B. gelikte Seiten, und auch die Demografie sehen.

Was lesen / gucken sie?

Diese Frage knüpft an die vorherige an, hier geht es jetzt aber nicht nur um Entertainment, sondern mehr um Weiterbildung.

Mache einfach genau das gleiche wie vorher. Durchsuche Foren, guck dich auf Quora um, oder schau dich auf Social Media um.

Gibt es ein Buch was gerade im Trend ist, usw..

Hier wäre es gut, wenn du möglichst viele Sachen findest, die kannst du dann nämlich nutzen um die nächsten Fragen zu beantworten.

Was ist wichtig für sie?

Aus den Antworten der vorherigen Fragen weißt du, was die Kunden gerne lesen oder gucken.

Daraus kannst du dann extrahieren, was sie wichtig finden.

Ein kleines Beispiel:

Wenn dein Idealkunde sich Schminkvideos auf YouTube anguckt, ist die Wahrscheinlickheit ziemlich hoch, das diese Person Wert auf ihr Äußeres legt.

Hier kann es aber auch schon etwas weiter gehen, in die Richtung von Zielen oder Träumen.

Wenn wir bei dem gleichen Beispiel bleiben, kann ein Ziel und Traum sein, selbst einmal Schminkvideos zu machen.

Was für Resultate wünschen sie sich?

Bei den Antworten auf diese Frage muss man um einiges mehr raten, als bei all den anderen.

Man kann sicherlich mit sehr viel Suche und Reschersche in Foren Antworten auf diese Fragen finden, dass dauert dann aber sehr lange.

Wenn du aber schon existierende Kunden, Follower etc. hast, ist es am einfachsten einfach diese zu fragen.

Diese Frage kann später sehr wichtig werden, denn wenn du eine Dienstleistung oder ein Produkt verkaufst, kannst du hier genau dieses Resultat bewerben und anpreisen.

Was hält sie nachts wach?

Eine weitere Frage die jetzt richtig wichtig wird.

Natürlich musst du es jetzt nicht so wörtlich nehmen, aber damit sind generell Probleme gemeint.

Es sollten aber schon größere Probleme sein, also Sachen die einen wirklich von etwas abhalten.

Im englischen wird das mit „Perceived Roadblock“ bezeichnet.

Also ein Problem, welches die Straße zum Ziel blockiert.

Schaffst du es diese Straßensperre zu identifizieren und später in Werbetexten einzubinden, hat der Kunde automatisch das Gefühl, dass du ihn und seine Lage verstanden hast.

Also ein sehr starkes Marketing Tool.

Was für Produkte oder Lösungen nutzen sie bereits?

Hier kannst du wieder auf die Daten von Facebook zurückgreifen, denn du kannst ja sehen, welche Marken Personen in der Zielgruppe liken.

In dem Beauty Beispiel kann es dann irgend eine Marke sein, die sie täglich benutzen, also ein Lippenstift oder sowas (ich kenne mich als Mann, wie du dir vorstellen kannst, mit Schminke nicht sonderlich gut aus).

Wenn eine Person die Facebookseite von Weber liket, wird sie wahrscheinlich gerne grillen, oder sogar schon einen Weber Grill haben.

Das Prinzip sollte denke ich mal klar sein.

Emotional Drivers

Nachdem wir jetzt einen guten Überblick haben, wer die Zielgruppe ist, was sie cool findet und was für Probleme und Ziele sie hat, gibt es noch drei sog. „emotional driver“

Auch hier gibt es leider wieder keine wohlklingende Übersetzung aber ich möchte es mal so erklären:

„Menschen kaufen mit Emotionen und begründen den Kauf rational.“

Es gibt jetzt drei „emotionale Antreiber“, die man nutzen kann.

Das sind folgende:

  • Geld
  • Zeit
  • Status

Für mich als Person sind das konkret dann folgende „Antreiber“:

  • ich will machen was ich will, woch ich will, wann ich will

Also Zeit und Geld zusammengefasst.

Damit ich das obrige machen kann, muss ich mir meine Zeit frei einteilen können, und genügend Geld haben, um z.B Reisen und Luxus bezahlen zu können.

Suche dir also konkrete Beispiele heraus.

Es gilt auch hier wieder die Zielgruppe so konkret wie möglich anzusprechen.

Nochmal das Beatuy Beispiel:

Du bist auf der Suche nach Makeup und hast morgens wenig Zeit.

Jetzt kommt eine Werbung, in der gezeigt wird, wie das Makeup aussieht und dann zeigt, wie schnell man das Resultat nachamen kann.

Dann bist du doch sehr angetan von der Werbung, oder?

Bonus Tipp

Stell dir vor du bist dein Kunde, versetze dich wirklich in die Person hinein.

Du hast jetzt super viel notiert und beim Zusammentragen der Infos, solltest du in der Ich-Form schreiben.

So kannst du ich viel besser mit dem Kunden identifizieren und bist schonmal in die Rolle des Kunden geschlüpft.

Das macht es leichter dies wieder zu tun, wenn du einen Werbetext schreibst, oder ein Produkt entwirfst.

Zusammenfassung um einen guten Kundenavatar zu erstellen

  1. Nimm dir genügend Zeit
  2. Nutze das Facebook Insight Tool, um die einen groben Überblick über die Zielgruppe zu verschaffen
  3. Re­cher­chie­re anhand der 8 Fragen, Facebook, Quora und Foren die Zielgruppe
  4. Fasse alle Stichpunkte auf einer Seite zusammen (in Ich-Form)

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